Zahnzusatzversicherung

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Zahnzusatzversicherung Rechner April 2020

Brauche ich überhaupt eine private Zahnzusatzversicherung? Viele gesetzlich Versicherte die auf diese Frage antworten sind der Meinung, dass sie sich um das Thema Zahnzusatzversicherung keine Gedanken machen müssen. Denn schließlich kommen für den Fall der Zahnbehandlungen ja die gesetzlichen Krankenkassen auf und erstatten die anfallenden Kosten. Damit liegen sie aber leider falsch. Weshalb, das erfahren Sie hier auf der Seite über die private Zahnzusatz Versicherung.

Wie viel kostet eigentlich guter Zahnersatz? Guter Zahnersatz ist sehr teuer. Und die meisten Patienten beim Zahnarzt wünschen sich einen möglichst perfekten Zahnersatz. Für einfache Hilfsmittel wie eine Metallgusskrone oder eine Brücke sind die Zuzahlungen noch überschaubar. Für Implantate gehen die Zuzahlungen jedoch leicht in die Höhe eines Monatsgehalts.

Vor einem solchen Loch im Geldbeutel schützt Sie eine passende Zahnzusatzversicherung. Die Unterschiede bei Preisen und Leistungen zwischen den angebotenen Tarifen sind jedoch sehr groß. Außerdem sind die Angebote für die meisten Kunden oft nicht einfach zu durchschauen.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatzversicherung

Gibt es nicht eine vollständige Kostenübernahme für Zahnersatz von den Krankenkassen? Die simple Antwort ist nein. Auch wer jedes Jahr mindestens einmal zum Zahnarzt geht und ein Bonusheft führt, das fünf Jahre hintereinander einen Stempel aufweist, erhält nur 60% der Kosten für die einfachste Form des Zahnersatzes von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Dies ist die sogenannte Regelversorgung. Bei einem schadhaften Backenzahn ist dies z.B. die Metallgusskrone.

Um eine solche Regelversorgung zu bezahlen, kalkuliert die Kasse mit Kosten in Höhe von 234,62 EUR. Der Patient mit seinem 5-Jahres-Nachweis im Bonusheft erhält dagegen jedoch nur 140,77 EUR, also die genannten 60%. Wünscht der Patient stattdessen eine keramikverblendete Krone kostet diese über 500, bis 600,- EUR. Dabei erhöht sich die Kassenleistung jedoch nicht, wenn der Patient eine solche anfertigen lässt. Er erhält also trotzdem nur die 140,77 EUR und muss den Differenzbetrag in Höhe von ca. 400,- bis 500,- EUR aus eigener Tasche bezahlen. Und dies ist eine im Vergleich noch geringe Eigenleistung.

Eine Zahnzusatzversicherung schützt vor hohen Eigenkosten

Einige Zahnzusatz-Tarife füllen diese große Lücke zwischen Kassenerstattung und dem vollen Rechnungsbetrag inklusive privater Mehrkostenvereinbarung vollständig. Bei den meisten Zahn-Tarifen verbleiben Anteile zwischen 10% und 15% der Gesamtrechnung beim Patienten hängen.

Doch wenn man sich den bspw. bei Implantaten zu bezahlenden Anteil vor Augen führt, ist der durch eine Zahnzusatzversicherung erstattete Anteil beträchtlich. Den möglichen Eigenanteil von einigen Tausend Euro müsste man ohne eine entsprechende Absicherung ansonsten selbst zahlen.

Zahnversicherung Antrag

Alle Zahnversicherungen schützen sich auch im Interesse ihrer Kunden davor, dass Patienten kurz vor ihrer großen Zahnsanierung noch schnell eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Deshalb fragen die Versicherungen in jedem Antrag explizit nach bestehenden Problemen oder angeratenen Zahnbehandlungen.

Denn ist bei Vertragsabschluss ein Zahnproblem bekannt oder steht in Kürze eine Behandlung an, so übernimmt die Versicherung diese Kosten in der Regel nicht. In der Regel können die ersten Leistungen aus einer Zahnzusatzversicherung erst nach der sogenannten Wartezeit in Anspruch genommen werden. Diese Wartezeiten betragen in der Regel 8 Monate für Zahnersatz-Maßnahmen und 3 Monate für Zahnbehandlung-Maßnahmen.

Viele Versicherer schränken zudem in den ersten Jahren die Leistungen durch eine sogenannte Zahnstaffel zusätzlich ein. Dies bedeutet, dass in den ersten Jahren nur ein bestimmtes Budget für Zuzahlungen zur Verfügung steht. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kann dann die volle Versicherungsleistung in Anspruch genommen werden.

Prüfung des Antrags

Zusätzlich erhält nicht jeder Antragsteller auch einen Vertrag. So können die Zahnversicherungen Kunden ablehnen, die bereits zu schlechte Zähne haben. Diesen Kunden wird manchmal auch ein erhöhter Beitrag angeboten, also einen Zuschlag auf den regulären Beitrag. Es kann auch sein, dass Leistungen für bereits schadhafte Zähne ausgeschlossen werden.

Außerdem werden von vielen Gesellschaften Neukunden nur bis zu einem bestimmten Eintrittsalter angenommen. Mögliche Grenzen hierbei sind z.B. 60 Jahre, 66, 71 oder 76 Jahre. Es sind allerdings auch Tarife ohne Höchsteintrittsalter auf dem Markt verfügbar.

Zahnversicherungen in jungen Jahren abschließen

Zahnzusatzversicherung Rechner

Zahnzusatzversicherung Rechner

Grundsätzlich gilt jedoch, dass es sich lohnt, eine Zahnzusatz Versicherung möglichst in jüngeren Jahren abzuschließen. Denn die Beiträge zu dem Zeitpunkt sind noch sehr niedrig sind und meistens gibt es auch noch keine Schwierigkeiten bei der Antragstellung durch Zahnprobleme.

Gesetzliche Leistungen der Krankenkassen

Doch wie sind im Bereich der Zahnversicherung die Gesetzlichen Regelungen? Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit vielen Jahren, genauer gesagt seit dem 01.01.2005 für Zahnersatz nur noch sog. befundbezogene Festzuschüsse.

Damit müssen Sie als Patient in sehr vielen Fällen weit mehr als 50% der Behandlungskosten selbst zahlen. Beispielsweise gibt es selbst für häufig vorkommende Behandlungen wie verblendete Kronen, Implantate oder Inlays nur noch sehr geringe Zuschüsse.

Die Restkosten müssen dann entweder selbst getragen werden oder mit Hilfe einer privaten Zahnzusatzversicherung abgefangen werden. Finden Sie mit unserem Zahnzusatzversicherung Rechner Ihren optimalen Tarif.


Gesetzliche Regelungen bei Kieferorthopädie

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung nur noch in sehr schwierigen Fällen. Laut dem enstsprechenden Paragraphen §29 Abs. 1 SGB V nur noch dann, „wenn die Kiefer- oder Zahnfehlstellung das Kauen, Beissen, Atmen oder Sprechen erheblich beeinflusst“.

Sofern eine Leistung bewilligt werden sollte, muss diese „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und sich im Rahmen des Notwendigen bewegen“. Wenn dies nicht der Fall ist und der Patient dann über keine private Zahnzusatzversicherung verfügt, muss er die hohen Behandlungskosten vollständig selbst tragen.

Gesetzliche Regelungen bei Zahnbehandlung

Auch die Leistungen für gewöhnliche Zahnbehandlungen wurden reduziert. So wird zum Beispiel nur noch im Durchschnitt jede zweite Wurzelbehandlung übernommen. Im Falle einer Kostenübernahme darf der Zahnarzt nur noch maximal 3 Füllungen einbringen. Früher war diese Anzahl unbegrenzt. Die Kosten einer solchen Behandlung betragen zwischen 500,- EUR und 1200,- EUR pro Zahn.

Bei einer Parodontosebehandlung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten nur noch dann, wenn alle Zähne von Parodontose betroffen sind. Durch diesen medizinischen Irrwitz bleiben Patienten in den meisten Fällen auf den Kosten sitzen, da sicher kaum jemand warten möchte, bis alle Zähne von Parodontose betroffen sind. Die Kosten liegen hier bei etwa 300,- bis 400,- EUR pro Zahn.

Die professionelle Zahnreinigung, welche notwendig ist, um die Zähne möglichst lange in einem guten und gepflegten Zustand zu erhalten, wird ebenfalls nicht mehr von den Kassen übernommen. Eine solche vollständige professionelle Zahnreinigung kostet im Durchschnitt 100,- bis 150,- EUR pro Behandlung und wird nur noch von einer privaten Zahnzusatzversicherung erstattet.

Fazit: Die Private Zahnzusatzversicherung schützt vor hohen Zuzahlungen

Sie sehen: Wenn man sich die Fülle an möglichen Zuzahlungen für gesetzlich Versicherte betrachtet, empfiehlt sich eine frühzeitige Absicherung mit einer privaten Zahnzusatzversicherung. Damit können Sie sich vor hohen Selbstbeteiligungen im zahnärztlichen Bereich schützen.

Eine Private Zahnzusatzversicherung ist in jungen Jahren noch sehr günstig und zahlt sich in den meisten Fällen bereits durch die Inanspruchnahme der professionellen Zahnreinigung aus.


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